HousingAnywhere International Rent Index pro Stadt

HousingAnywhere International Rent Index Q1 2022 pro Stadt

Rent Index Q1 2022 press release page

Mietpreise für Wohnungen steigen in einem Jahr um 14,5 Prozent und verschärfen die rekordverdächtige Inflation

  • Die Mietpreise steigen weiterhin immer schneller und setzen die ohnehin schon belastete europäische Wirtschaft unter Druck
  • Im ersten Quartal 2022 zeigt sich für alle Immobilientypen ein durchschnittlicher Anstieg von 14,5 Prozent innerhalb eines Jahres, sodass die Preise das Vor-Pandemie-Niveau übertreffen
  • Während der Mangel an Mietobjekten anhält, steigt die Nachfrage von Mietern aufgrund der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen und des Wiederauflebens der internationalen Mobilität
  • Eine Verschärfung der angespannten Situation ist zu erwarten, wenn die traditionelle Hochsaison auf dem Wohnungsmarkt beginnt und die Städte den Zustrom ukrainischer Flüchtlinge spüren

Rotterdam, 7. April 2022 – Der HousingAnywhere International Rent Index Report für das erste Quartal 2022 zeigt, dass die Preise auf dem europäischen Mietmarkt weiterhin stark ansteigen und sogar den Trend des vorherigen Quartals übertreffen. Er verzeichnet mit durchschnittlich 14,5 Prozent eine außergewöhnlich hohe Preiszunahme (12 Prozent für Einzelzimmer, 16,2 Prozent für Studio-Apartments und 15,2 Prozent für Ein-Zimmer-Wohnungen). Damit übertrifft das Preisniveau in allen Segmenten die Mietpreise von vor der Pandemie. Mit der jüngsten Ankündigung von Eurostat, die jährliche Inflationsrate in Europa steige im März 2022 auf 7,5 Prozent an, ist eine Verschärfung der Lage zu erwarten, wenn der Mietmarkt in den nächsten Quartalen in seine Hochsaison eintritt.

„Seitdem die meisten Reisebeschränkungen aufgehoben wurden, klettert die Nachfrage nach Mietobjekten schnell in die Höhe, was zu einem überlasteten Mietmarkt führt“, erklärt Djordy Seelmann, CEO von HousingAnywhere.

„Da die Städte sich schwertun, langfristige Strategien zur Bekämpfung des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage zu entwickeln und umzusetzen, wird der Mangel an verfügbaren, erschwinglichen und zugänglichen Mietwohnungen wahrscheinlich anhalten. Außerdem wirkt sich der Krieg in der Ukraine nicht nur auf die Inflation aus, indem er die Benzin- und Gaspreise in die Höhe treibt. Er vermehrt auch die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt, da wir einen steigenden Zustrom von Menschen beobachten, die durch den Krieg in andere europäische Länder vertrieben werden.“

Von allen drei Immobilientypen in den 22 europäischen Städten, die in diesem Report analysiert wurden, stellt HousingAnywhere nur in zwei Fällen einen Preisrückgang im letzten Jahr fest: In Helsinki sanken die Preise für Einzelzimmer um 5,9 Prozent, während in Brüssel die Preise für Einzelzimmer um 1,1 Prozent fielen. Da die Wohnkosten einschließlich der Miete zu den größten Ausgaben im Verhältnis zum Nettoeinkommen von Einzelpersonen und Familien gehören, macht dies deutlich, dass die Wohnungskrise kein Problem einer einzelnen Stadt oder eines einzelnen Landes ist.

Die Folgen des Ukraine-Krieges zeigen einmal mehr die Verflechtung der Weltwirtschaft mit vielen Bereichen auf, in denen die europäische Gemeinschaft Verbesserungen erzielen kann, die über politische Debatten hinausgehen. Im Wohnungsbau sind die Dringlichkeit, Bedeutung und Relevanz dieser Auswirkungen besonders zu spüren, da sie jeden Aspekt des Lebens der Menschen berühren. Wie wir in Städten wie Berlin und Barcelona gesehen haben, führen die bloße Regulierung der Mietmärkte durch Preisobergrenzen und andere Beschränkungen nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Vielmehr schrecken sie die Anbieter von Mietwohnungen ab und belastet die ohnehin schon schwierigen Märkte zusätzlich. Die Kommunen sollten eine kooperativere Haltung einnehmen und mit allen Akteuren im Miet-Ökosystem zusammenarbeiten, um innovative Lösungen für ein gemeinsames Problem zu entwickeln, das über Nischeninteressen hinausgeht.

Durchschnittliche Monatsmiete für möblierte Ein-Zimmer-Wohnungen, Einzelzimmer und Studio-Apartments__.

Die deutlichsten Veränderungen im Vergleich zum vorherigen Quartal

Im Durchschnitt sind die Preise für alle Immobilientypen um vier bis fünf Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal gestiegen (4,0 Prozent für Einzelzimmer, 4,9 Prozent für Studio-Apartments und 4,1 Prozent für Wohnungen).

Amsterdam hebt sich von den Vergleichsstädten ab, weil sich der durchschnittliche Preisanstieg für jede Unterkunftsart im Vergleich zum vorherigen Quartal fast verdoppelt hat: 7,7 Prozent für Einzelzimmer, 9,2 Prozent für Studio-Apartments und 10,8 Prozent für Wohnungen. Auffällig, aber etwas weniger stark als in Amsterdam sind die Preise in München gestiegen. Die Stadt lag ebenfalls für alle Unterkunftsarten über dem Durchschnitt im Vergleich zum letzten Quartal: 7,7 Prozent für Einzelzimmer, 7,2 Prozent für Studio-Apartments und 5,6 Prozent für Wohnungen. Ähnliches gilt für Berlin – mit Ausnahme der Studio-Apartments, deren Preisanstieg im Durchschnitt des Quartalsvergleich liegt: Die Preise für Einzelzimmer stiegen um 8,4 Prozent, für Studio-Apartments um 5,0 Prozent und für Wohnungen um 7,8 Prozent. Auch London weist mit 7,7 Prozent für Einzelzimmer, 6,6 Prozent für Studios und 4,9 Prozent für Wohnungen überdurchschnittliche Preissteigerungen auf. In Den Haag schließlich stiegen die Mieten für Studio-Apartments mit 12,7 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal eindeutig überdurchschnittlich an, während sie für Einzelzimmer und Apartments lediglich um 5,8 Prozent und 1,8 Prozent zunahmen.

Der relativ starke Anstieg der Preise für Studio-Apartments in ganz Europa lässt sich zum Teil durch das geringere Angebot in diesem Immobiliensegment im Vergleich zu Einzelzimmern und Wohnungen erklären. Das zeigen die aktuellen und künftig verfügbaren Angebotsdaten auf der Plattform von HousingAnywhere.

Umzüge und der Zuzug von Geflüchteten

Nicht nur der Semesterstart an einigen Universitäten in diesem Quartal sorgt für steigende Preise und ein knappes Angebot, sondern auch die Tatsache, dass wieder mehr Arbeitnehmer ihren Wohnort wechseln. HousingAnywhere verzeichnet im letzten Quartal zudem mehr als doppelt so viele Partnerschaftsanfragen von Relocation-Agenturen.

Doch nicht nur Studenten und junge Berufstätige beeinflussen die überlasteten Mietmärkte. Seelmann sagt dazu:

„Letzten Monat hat HousingAnywhere eine spezielle Plattform gestartet, die eine kostenlose, sichere und einfach zu bedienende Technologielösung bietet, um ukrainischen Flüchtlingen direkten Zugriff auf verfügbaren Wohnraum in Europa zu verschaffen. Angesichts der derzeitigen Angebotsknappheit und der erhöhten Sorge wegen der Inflation ist es jedoch äußerst schwierig, verfügbare Räumlichkeiten oder gar Gewerbeimmobilien mit Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen zu finden. Wir bitten deshalb Unternehmen und Personen, ihren freien Wohnraum anzubieten, um die Menschen zu unterstützen, die aufgrund des Kriegs in der Ukraine vertrieben wurden.“

Über den HousingAnywhere International Rent Index

Für die 15. Ausgabe des Mietpreisindexes hat HousingAnywhere 133,736 Immobilien analysiert, die zwischen Marsch 2021 und Marsch 2022 auf der Plattform gelistet waren. Um sicherzustellen, dass die Daten repräsentativ sind, wurden Objekte, die kein aktives Interesse von potenziellen Mietern hatten, und Angebote, die als Ausreißer betrachtet wurden, ausgeschlossen. Immobilien, die als zu teuer oder zu billig angesehen wurden, wurden für diesen Bericht ebenfalls nicht berücksichtigt, da sie die Daten verzerren würden. Der Bericht umfasst Städte, die eine ausreichend große Stichprobe liefern konnten, um zuverlässige Daten zu erhalten. Die Daten werden nur für Einzelzimmer in Wohngemeinschaften, Studio-Apartments und Einzimmerwohnungen ausgewiesen. Der Bericht ist auch in Englisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch verfügbar.

Über HousingAnywhere

HousingAnywhere ist Europas größte Buchungsplattform für mittel- und langfristige Unterkünfte. Nach dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Studapart steht das fusionierte Unternehmen heute für mehr als 20 Millionen einzelne Besucher pro Jahr, mehr als 160.000 zur Vermietung verfügbaren Objekten und mehr als 96.000 Mieter, die ihr neues Zuhause in Europa finden, basierend auf der Performance in den letzten zwölf Monaten. Junge Berufstätige und Studenten, die eine Wohnung mieten möchten, werden mit Unterkunftsanbietern zusammengebracht, die von privaten Immobilieneigentümern bis hin zu großen Hausverwaltungen reichen. Über die fortschrittliche Plattform buchen die Mieter längere Aufenthalte und mieten die Unterkunft in der Regel für drei bis zwölf Monate. Das in Rotterdam ansässige Technologie-Scale-up beschäftigt derzeit 200 Mitarbeiter. Derzeit konzentriert sich das Scale-up in Deutschland insbesondere auf die Städte Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln, Aachen, Leipzig, Dortmund und Stuttgart.

Pressekontakt

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Yoony Kim, Head of Public Policy and Communications

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