HousingAnywhere International Rent Index pro Stadt

Steigende Mietpreise in Europa deuten darauf hin, dass internationale Mobilität die neue Norm ist

1-bedroom apartments average rental price Q2

  • Im zweiten Quartal 2022 zeigt sich einen Mietpreisanstieg von 19,3 Prozent innerhalb eines Jahres infolge eines starken Anstiegs der Nachfrage.
  • Der Anstieg der Nachfrage nach Covid übertrifft im zweiten Quartal bereits die Spitzenwerte des dritten Vorjahresquartals.
  • Einzelmaßnahmen in der Wohnungspolitik, die auf eine kurzfristige Entlastung abzielen, verschärfen die Wohnungsknappheit.
  • Die europaweite Inflation in Verbindung mit der Erholung des Tourismus könnte zu einer noch nie da gewesenen Immobilienkrise führen.

Rotterdam, 7. Juli 2022 – Der HousingAnywhere International Rent Index Report für das zweite Quartal 2022 zeigt, dass die Mietpreise im vergangenen Jahr um außergewöhnliche 19,3 Prozent gestiegen sind. Die Preise für Wohnung stiegen um 20,8 Prozent, für Studio-Apartments um 22,9 Prozent und für Einzelzimmer um 14,2 Prozent. Dieser drastische Anstieg lässt sich auf die steigende Nachfrage zurückführen, die bereits jetzt die Hochsaison des letzten Jahres übertrifft. Diese findet normalerweise erst im dritten Quartal statt.

„Der Wunsch nach einem flexiblen und grenzenlosen Lebensstil ist mit der Aufhebung der Mobilitätsbeschränkungen explodiert“, sagt Djordy Seelmann, CEO von HousingAnywhere.

Wir beobachten einen Anstieg der Nachfrage aufgrund der Erholung der internationalen Mobilität. Zum Arbeiten, zum Studieren oder einfach, um die Lebensqualität zu verbessern. Die Zahl der Bewerbungen internationaler Studenten steigt sprunghaft an, ebenso wie das Bestreben der Menschen, sich eine Karriere jenseits der Grenzen ihres Herkunftslandes aufzubauen. Es geht nicht mehr nur um den Ort, an dem die Menschen sein müssen. Es geht um den Ort, an dem sie sein wollen.

Die Erholung des Tourismus

Seit der Aufhebung der Reisebeschränkungen lässt sich eine zunehmende Nachfrage nach Kurzzeitmieten beobachtet. Da die Wohnungsmärkte in ganz Europa bereits angespannt sind, tragen die Erholung des Tourismus und die steigende Nachfrage nach Kurzzeitmieten nicht zur Entspannung bei. In vielen Städten gibt es einen Mangel an verfügbaren Unterkünften, was zu einem Anstieg der Mietpreise für Stadtbewohner führt.

Mit der Lockerung der Reisebeschränkungen packen die Touristen ihre Koffer, um ihren Sommerurlaub im Ausland zu genießen. Aufgrund der hohen Nachfrage und der potenziell höheren Rendite für Kurzzeitvermietungen haben Immobilieneigentümer wenig Anreiz, ihre Räumlichkeiten für mittel- bis langfristige Aufenthalte anzubieten. Mit der Aussicht, dass noch mehr mittel- bis langfristige Mietobjekte zur kurzfristigen Miete angeboten werden, sind die Menschen einem harten Wettbewerb um den Wohnraum ausgesetzt.

In Spitzenstädten wie Amsterdam, Lissabon, Paris und Mailand sind die Mietpreise bereits auf einem Rekordniveau und werden weiter steigen. Darüber hinaus weisen Städte wie Rom, München, Reykjavik, Berlin und Hamburg in diesem Quartal einen deutlicheren Anstieg im Vergleich zum vorherigen Quartal auf, was darauf hindeutet, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis sie die Mietpreise in den oben genannten Spitzenstädten einholen werden.

Keine unmittelbare Lösung in Sicht

„Wir appellieren an alle Akteure auf dem Mietmarkt, den Teufelskreis zu durchbrechen. In der Erwartung, dass die Nachfrage im dritten Quartal noch weiter steigen wird, wird der bereits schlecht funktionierende Mietmarkt mit einer noch größeren Wohnungskrise konfrontiert sein, die erneut kurzfristige Einzelmaßnahmen fördert. Die Durchsetzung dieser kurzfristigen und restriktiven Maßnahmen führt jedoch nicht zu einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage“, stellt Seelmann fest.

Internationale Mobilität wird zu einer Frage des Lebensstils. Ob auf lokaler oder internationaler Ebene, Wohnraum ist die grundlegende Ausgangsbasis für alle, um sich ein Umfeld aufzubauen, das man ein Zuhause nennen kann.

Die größten Veränderungen im Vergleich zum vorherigen Quartal

Amsterdam führt bei der Zunahme der Mietpreise für Studio-Apartments im Vergleich zum vorherigen Quartal mit 24,5 Prozent, womit der Anstieg im Jahresvergleich 51,1 Prozent beträgt. Der Durchschnittspreis für ein Studio-Apartment in Amsterdam liegt jetzt bei 1.805 Euro (gegenüber 1.195 Euro im zweiten Quartal 2021). Dicht darauf folgt der Preisanstieg für Studio-Apartments in Reykjavik (23,9 Prozent) sowie in Hamburg und Barcelona (jeweils 17,7 Prozent). Während die Mietpreise in Valencia noch relativ niedrig sind, holen sie schnell auf. In der beliebten Stadt sind die Mietpreise für Ein-Zimmer-Wohnungen im Vergleich zum vorherigen Quartal um 14,3 Prozent gestiegen und haben einen Anstieg von nicht weniger als 51,9 Prozent im Jahresvergleich zu verzeichnen. Damit liegt der durchschnittliche Mietpreis für Ein-Zimmer-Wohnung in Valencia bei 1.200 Euro (gegenüber 790 Euro im zweiten Quartal 2021). In den folgenden Städten sind die Mietpreise für Studio-Apartments im Jahresvergleich stark gestiegen: Berlin (um 43,8 Prozent auf 1.237 Euro), Den Haag (um 45,6 Prozent auf 1.150 Euro), München (um 42,1 Prozent auf 1.350 Euro) und Budapest (um 53,9 Prozent auf 500 Euro).

Über den HousingAnywhere International Rent Index

Für die 16. vierteljährliche Ausgabe des International Rent Indexes analysierte HousingAnywhere 57.104 Immobilien, die zwischen Juni 2021 und Juni 2022 auf der Plattform in den betrachteten Städten gelistet waren. Die Daten werden für Einzelzimmer in Wohngemeinschaften, Studio-Apartments und Ein-Zimmer-Wohnungen ausgewiesen. 96,6 Prozent der Immobilien auf der HousingAnywhere-Plattform waren voll möbliert und richten sich vor allem junge Berufstätige und Studenten im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die über Grenzen hinweg umziehen.

Der Bericht ist auch in Englisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch verfügbar.

Über HousingAnywhere

HousingAnywhere ist Europas größte Buchungsplattform für Mietunterkünfte. Mit der vollständigen Übernahme von Kamernet und dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an Studapart repräsentiert das Unternehmen mehr als 20 Millionen einzelne Besucher pro Jahr, mehr als 160.000 zur Vermietung verfügbare Objekte und mehr als 96.000 Mieter, die ihr neues Zuhause in Europa finden, basierend auf der Performance im Jahr 2021. Junge Berufstätige und Studenten im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die eine Wohnung mieten möchten, werden mit Unterkunftsanbietern zusammengebracht, die von privaten Immobilieneigentümern bis hin zu großen Hausverwaltungen reichen. Über die fortschrittliche Plattform buchen die Mieter längere Aufenthalte und mieten die Unterkunft in der Regel für drei bis zwölf Monate. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 mehr als 130.000 Menschen bei der Suche nach einer Wohnung in Europa zu unterstützen. Das in Rotterdam ansässige Technologie-Scale-up beschäftigt aktuell 260 Mitarbeiter.

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Für weitere Informationen oder für Bildmaterial wenden Sie sich bitte an Nomzamo Moalusi, Brand and Communications Manager - press@housinganywhere.com

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