HousingAnywhere International Rent Index pro Stadt

Durchschnittlicher monatlicher Mietpreis, April 2020

Average rent price apartments top 10 most expensive cities HousingAnywhere Rent Index Q2 2020

  • London und Amsterdam verzeichnen den geringsten Anstieg seit 2015
  • Barcelona meldete den ersten Preisrückgang seit 2013
  • Die drei Städte mit den höchsten Mietpreissteigerungen sind Wien, Madrid und Berlin
  • Auswirkungen lassen sich nur teilweise auf COVID-19 zurückführen, da verschiedene Dynamiken des Marktes im Spiel sind

Der HousingAnywhere International Rent Index Bericht für das 1. Quartal 2020 zeigt, dass die meisten Volkswirtschaften der Welt von den Auswirkungen der Corona-Krise ins Schwanken geraten sind und sich die Folgen für die europäischen Mietmärkte allmählich bemerkbar machen. Die zuvor rasant steigenden Mietpreise kommen zum Stillstand. Während im Januar und Februar zumeist noch eine Fortsetzung der im vierten Quartal sichtbaren Trends mit steigenden Mieten zu verzeichnen war, kam es im März zu ersten Mietpreisrückgängen und damit zu einer Trendwende.

Die Mietpreisentwicklung ist in den meisten Städten auf ein Minimum zurückgegangen und die Anzahl der verfügbaren Mietobjekte wächst. In Städten wie London und Amsterdam, die für ihre notorisch hohen Mietpreise bekannt sind, wiesen die Mieten mit 0,5% bzw. 0,1% den geringsten Anstieg seit 2015 auf. Barcelona verzeichnet mit einer vierteljährlichen Mietpreisentwicklung von -0,1% für Ein-Zimmer-Wohnungen und -0,8% für Einzelzimmer den ersten Mietpreisrückgang seit 2013.

Durchschnittlicher monatlicher Mietpreis für möblierte Zweizimmerwohnung, WG-zimmern und Studios.

Die 5 höchsten Mietsteigerungen im Jahresvergleich

  1. Im 1. Quartal 2020 verzeichnete Wien den insgesamt höchsten Mietpreisanstieg im Jahresvergleich: 11,5% für Wohnungen, womit die Monatsmiete auf durchschnittlich 1.016 € stieg, und ein Anstieg um 10,4% für Studios auf 839 € pro Monat. Der Anstieg ergibt sich zu einem großen Teil aus dem Wechsel hochpreisiger Wohnungen auf den kurzfristigen Wohnungsmarkt. Wien hat erst kürzlich ein Gesetz über die kurzfristige Vermietung von Wohnraum erlassen. Dieses Gesetz verbietet Vermietern in bestimmten Gebieten (Zonen) die Vermietung von Kurzzeitmietwohnungen. Ein repräsentativerer Anstieg des Marktes spiegelt sich in den Preisen für Einzelzimmer wider, die um 2,5% auf bis zu 482 € pro Monat stiegen.
  2. Madrid verzeichnete im Jahresvergleich den zweithöchsten Gesamtanstieg der Mietpreise. Die zunehmende Beliebtheit hat für eine positive Entwicklung der Mietpreise in diesem Quartal gesorgt: Aufgrund des unsicheren politischen Klimas in Katalonien ist die Gesamtnachfrage nach Barcelona unter Druck geraten, so dass Madrid von den Mietern eher als bevorzugte Wahl betrachtet wird.
  3. An dritter Stelle steht Berlin, wo die Mietpreise für Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,3% auf 1.144 € gestiegen sind. Das ist ein Anstieg um lediglich 0,1% im Vergleich zum letzten Quartal. Die Preise für Studios stiegen um 7,7% auf 893 € und der durchschnittliche Mietpreis für ein Einzelzimmer um 5,9% auf 581 €. Im Februar dieses Jahres wurde der Mietendeckel eingeführt, wodurch die Vermieter ihre Mietpreise senken mussten. Doch während viele Vermieter abwarten, bis der Mietendeckel vom obersten Gericht in Deutschland rechtskräftig entschieden ist, befürchten andere Vermieter, dass sie überhöhte Mieten zurückzahlen und ihre Mieten senken müssen.
  4. Amsterdam ist ein Neuling unter den Top 5 mit dem höchsten Anstieg der Durchschnittsmiete im Jahresvergleich. Die Durchschnittsmiete für Wohnungen stieg um 3,9 % auf 1.685 €, die Durchschnittsmiete für Studios um 6,1 % auf 1.000 €, und der Preis für ein Einzelzimmer stieg um 6,9 % auf durchschnittlich 630 €. In Amsterdam fallen die Preissteigerungen auf das gleiche Niveau wie im Jahr 2015.
  5. Rotterdam ist ein weiterer Neuling unter den Top 5 mit den stärksten Mietsteigerungen. In der zweitgrößten Stadt der Niederlande stiegen die Mietpreise für Wohnungen um 3,4% auf 1.304 €. Die Preise für Studios stiegen um 6,9% auf 809 € und für Einzelzimmer um 5,6% auf 560 €. Bereits Ende 2019 zeigte sich, dass sich die steigenden Mieten in Rotterdam abflachen. Kombiniert mit dem Stillstand der internationalen Mobilität, der große Auswirkungen auf diese Stadt mit zahlreichen internationalen Arbeitnehmern hat, könnten sich die Mietpreissteigerungen noch weiter verlangsamen.

Top 5 der teuersten Städte im Rent Index

  1. Ähnlich wie in unseren früheren Berichten übernimmt London erneut die Führung als teuerste europäische Stadt bei der Miete von Zimmern, Wohnungen und Studios. Die Preise haben sich bereits seit einiger Zeit eingependelt. Im Vergleich zum Vorquartal sind die durchschnittlichen Mietpreise für Ein-Zimmer-Wohnungen um 0,5% auf 1.756 € gestiegen. Die Preise für Studios sind um 1,3% auf 1.157 € erhöht worden. Der durchschnittliche Mietpreis für ein Einzelzimmer in London ist nur geringfügig um 0,2% auf 698 € pro Monat angewachsen. Für Londoner Wohnungen hat sich der Anstieg der Mietpreise auf das Niveau von 2015 verlangsamt. Die Mietpreise für diese Stadt haben sich bereits Ende 2019 eingependelt.
  2. Amsterdam, die zweitteuerste Stadt in der Rangliste, gehört ebenfalls zu den fünf Städten mit den höchsten Mietpreissteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum letzten Quartal stiegen in dieser Stadt die Preise für Einzimmerwohnungen um 0,1% auf 1.685 €, für Studios um 0,4% auf 1.000 € und die Preise für Einzelzimmer um 0,4% auf 630 € pro Monat.
  3. Die Mietpreise für Ein-Zimmer-Wohnungen stiegen in München im Vergleich zum letzten Quartal um 0,4% auf 1.530 €. Die Studios verzeichneten einen Anstieg um 1,1% auf 1.045 €, und die Miete für Einzelzimmer stieg um 0,3% auf 689 € pro Monat.
  4. Die Preise für ein Schlafzimmer und ein Studio in Helsinki stiegen jeweils um 0,1% auf durchschnittlich 1.400 € bzw. 920 € pro Monat. Dies deutet darauf hin, dass sich die Wachstumsrate eingependelt hat. Die Mietpreise für Einzelzimmer stiegen leicht um 0,2% auf durchschnittlich 670 € pro Monat.
  5. Ähnlich wie im letzten Quartal war in Utrecht ein leichter Anstieg der Mietpreise für Ein-Zimmer-Wohnungen um 0,1% auf durchschnittlich 1.292 € pro Monat zu verzeichnen. Der Preis für Studios blieb mit 995 € stabil. Die Preise für Einzelzimmer stiegen um 0,7 %, was zu einem durchschnittlichen Mietpreis von 653 € pro Monat führte.

Wechsel von kurzfristigen hin zur mittel- und langfristigen Vermietung

Infolge eines internationalen Reiseverbots und einer Zunahme der gesetzlichen Beschränkungen für Ferienvermietungen rücken kurzfristige Mietobjekte zunehmend auf den mittel- und langfristigen Mietmarkt. Kurzfristige Vermietungen beziehen sich auf Aufenthalte von einer Nacht bis zu einem Monat, während mittelfristige Vermietungen Aufenthalte von einem Monat bis zu einem Jahr sind. Die Zahl der verfügbaren Objekte ist auf der Plattform HousingAnywhere im Durchschnitt um etwa 170% und in einigen Städten um über 300% gestiegen. Die Zunahme des Angebots kann die Mietpreisentwicklung weiter beeinflussen. Djordy Seelmann, CEO von HousingAnywhere:

Da Reisen und internationale Mobilität zum Stillstand gekommen sind, frieren die Vermieter ihre Mietpreise ein und senken sie in einigen Fällen sogar. Da sich der Markt neu orientiert, sehen wir einen Anstieg der lokalen Transaktionen auf der Plattform. Dies lässt sich auf zwei Trends zurückführen: lokale Vermieter und Immobilienakteure, die auf Online-Plattformen nach einem größeren Publikum suchen, und Kurzzeitvermieter, die auf mittelfristige Vermietungen umsteigen. Was wir beobachten sind kurzfristige Mietangebote, die zur mittel- bis längerfristigen Nutzung auf die Plattform gestellt werden. Ein weiterer Trend, den wir derzeit beobachten, ist die Diversifizierung der Portfolios. Vermieter entscheiden sich dabei für eine Kombination aus kurz-, mittel- und langfristigen Vermietungen. Es bleibt die Frage, wie lange dieser Trend anhalten wird, wenn die COVID-19-Krise vorüber ist und internationale Reisen und Mobilität wieder zurückkehren.

Neuankömmling Reykjavik im Rent Index

Der HousingAnywhere Rent Index erhält eine Ergänzung zu seinem Bericht. In den letzten Jahren hat sich Reykjavik zu einem immer beliebteren Ziel für internationale Studenten und junge Berufstätige entwickelt. Anfang dieses Jahres gab HousingAnywhere die Übernahme von Rentmate, der größten mittelfristigen Mietplattform in Reykjavik, bekannt. Mit diesem jüngsten Neuzugang zum Rent Index umfasst der Bericht derzeit insgesamt 17 Städte in Reykjavik. Seelmann kommentiert:

Angebot und Nachfrage sind in vielen beliebten Städten für internationale Spieler sehr unausgewogen; Reykjavik ist eine davon. Um einen besseren Einblick in die Entwicklungen auf diesen Märkten zu ermöglichen, werden wir unseren Quartalsbericht auch in Zukunft um weitere Städte erweitern.

Über den HousingAnywhere International Rent Index

Für diesen HousingAnywhere International Rent Index analysierte HousingAnywhere 100.327 Immobilienangebote, die zwischen Januar 2019 und März 2020 auf der Plattform inseriert wurden. Um die Repräsentativität der Daten zu gewährleisten, wurden Immobilien, die bei potenziellen Mietern auf kein Interesse stießen, sowie Angebote, die als Ausreißer gelten, ausgeschlossen. Als zu teuer oder zu billig eingestufte Immobilien wurden für diesen Bericht ebenfalls nicht berücksichtigt, um die Daten nicht zu verzerren. Lediglich Städte, in denen eine ausreichende Stichprobe für eine zuverlässige Datenlage vorhanden war, wurden in den Bericht einbezogen. Bei den Angeboten handelt es sich um Einzelzimmer in Wohngemeinschaften, private Studios und private Einzimmerwohnungen. Dieser Bericht ist auch in Englisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch verfügbar.

Über HousingAnywhere

HousingAnywhere ist die weltweit größte Wohnungsplattform für internationale Studenten und junge Berufstätige mit über 50.000 aktiven Inseraten und über 8 Millionen Nutzern in über 60 Ländern. Über die Buchungsplattform können Mieter direkt mit Vermietern in Kontakt treten und mittelfristige Mietverträge vereinbaren. Mehr als 150 Partneruniversitäten empfehlen ihren Studenten, die HousingAnywhere-Plattform zu nutzen. Das in Rotterdam ansässige Technologie Start-up beschäftigt 100 Mitarbeiter.

Pressekontakt

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Simone Pouw, PR Manager
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